Unbedingt und auf keinen Fall ...

ANGEMESSENE KLEIDUNG

Der im Westen bekannte Business Look, ist in China eigentlich nicht üblich, dennoch nähern sich Chinesen auch hier immer mehr westlichen Standards an und tragen im Berufsleben Anzug oder ein Kostüm. Die westliche Fashion Welt hat auch in China Einzug gehalten und so kann man fast alle Läden, die in jeder deutschen Fußgängerzone nicht fehlen dürfen, auch in China finden.

Besucht man einen Tempel, empfiehlt es sich aus Respekt vor den dort lebenden Mönchen die Schultern zu bedecken und keine kurzen Hosen zu tragen. Bei einem Regelverstoß hat man in China jedoch nichts zu befürchten.

 

Begrüßung

Obwohl Chinesen grundsätzlich ein anderes Verständnis von Zeit haben und nicht immer unbedingt die Pünktlichsten sind, empfiehlt es sich zu Geschäftsterminen rechtzeitig zu erscheinen. Zur Begrüßung verbeugte man sich früher leicht voreinander, heute ist das westliche Händeschütteln durchaus auch in China geläufig. Bei der Begrüßung wird darauf geachtet, dass die Ranghöheren vor den Ranghöheren, die Älteren vor den Jüngeren und die Männer vor den Frauen begrüßt werden. Das westliche Prinzip des "Ladys first" ist in China nicht verbreitet. Man könnte hingegen sagen, man begrüßt nach den Regeln der konfuzianischen Gesellschaftsordnung. 

Bei der Nennung des Namens wird zunächst der Familienname, dann der Vorname gesagt. Auch das Nennen des Nachnames mit dem Titel ist üblich - dieser wird schnell über das Namenskärtchen des Gegenübers herausgefunden. Ein Händedruck sollte nicht wie in Deutschland fest sondern eher ein behutsames und kurzes Ineinanderlegen der Hände sein. Trifft man seine chinesischen Geschäftspartner zum ersten Mal, ist das Überreichen der Namenskärtchen essentiell. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Kärtchen mit beiden Händen überreicht wird und nicht nur mit einer. Auch sollte das Kärtchen intensiv begutachtet werden - das signalisiert Interesse und Respekt -  und danach nicht in die Hosentasche gesteckt werden, was in China als unhöflich gilt. Vielmehr legt man das Kärtchen während des Gesprächs neben sich oder steckt es als Mann in die Brusttasche des Jackets bzw. als Frau in die Handtasche.

 

 

BEIM ESSEN

 

Essen ist in China ein äußerst bedeutendes Ritual und steht für Entspannung und "es sich gut gehen lassen". So sind chinesische Tischmanieren weniger restriktiv als in den meisten europäischen Ländern, doch auch hier gilt es bestimmte Dinge zu beachten:

 

Niemals die Essstäbchen in den Reis hineinstecken, so dass sie stehen bleiben. Ein Stäbchen wird nur bei einer Beerdigung in den Reis hineingesteckt, und ist ein Symbol für den Toten. Dies beim Essen zu tun wäre also mehr als unpassend und (was viel schlimmer ist) ein böses Omen. Die Essstäbchen sollten immer neben den Teller gelegt werden, so dass die Griffseite auf dem Tisch aufliegt, und die Mundseite auf einem der Schälchen oder dem Knochenteller. Oft gibt es für die Essstäbchen auch extra ein kleines Porzellan-Schiffchen, auf das die Mundseite gelegt werden kann.


Niemals bei Tisch die Nase schnäuzen, sich die "Ausbeute" betrachten und das gebrauchte Taschentuch wieder in die Hose hineinstopfen. Man sollte sich bei Tisch überhaupt nicht die Nase schnäuzen. Man geht in China zum Nase putzen auf die Toilette. Überhaupt werden Ausländer, die sich lautstark die Nase putzen gar nicht gern gesehen.

 

Niemals die eigene Zigarettenschachtel herausholen, sich eine Zigarette nehmen, und dann die Schachtel wieder in der Tasche verschwinden lassen, ohne allen anderen am Tisch eine Zigarette angeboten zu haben. Gibt es mehrere Raucher am Tisch, bietet man immer allen eine Zigarette an, die Mit-Raucher werden sich dann bei der nächsten Runde mit einer ihrer Zigaretten bei Ihnen revanchieren.

 

Alkohol ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Essens. Er wird meist mit Freunden im engen Kreis aber auch besonders bei Vertragsverhandlungen und erfolgreichen Vertragsabschlüssen mit Geschäftspartnern getrunken. Dabei fehlt 50% der Chinesen ein Enzym zum Alkoholabbau im Körper. Die meisten jedoch können gut mithalten und wenn nicht, wird man sich das nicht anmerken lassen, um nicht negativ aufzufallen. Ist man in China eingeladen, wird der Gastgeber immer bemüht sein, die Gläser gefüllt zu halten. Schenkt man sich doch einmal selber nach, sollte man allen anderen am Tisch ebenfalls nachschenken. Beim Anstoßen erweist man Älteren und Ranghöheren Respekt, indem man das Glas mit beiden Händen und etwas niedriger hält, als das des Gegenübers.

 

Chinesen essen gerne und lassen es sich dabei immer gutgehen. Das sieht und hört man, wenn man danebensitzt. Am bekanntesten ist wohl die Tatsache, dass Chinesen beim Essen nicht sonderlich auf die Geräuschentwicklung achten. Man sollte sich an deutlichem Schmatzen oder Schlürfen also nicht stören, denn es gehört nicht nur in China zum Essen dazu, ist gleichzeitig auch ein Zeichen des Wohlgeschmacks und damit der Höflichkeit. Das heißt aber nicht, dass man vor lauter "Geschlürfe" sein eigenes Wort nicht mehr verstünde, sondern nur, dass gelegentliche Geräusche nichts sind, dessen man sich schämen müsste oder das gegen die guten Manieren oder Tischsitten verstoßen würde.


Genauso ist es auch erlaubt, mit vollem Mund zu reden oder mitten während des Essens zu rauchen (gern auch mal gleichzeitig). Wenn man sich mit einem Zahnstocher die Zähne säubern möchte, dann sollte man allerdings eine Hand als Sichtschutz vor den Mund halten, während die andere mit dem Zahnstocher die Zähne von Speiseresten befreit.

 

Statt einem Getränk bekommt man Tee (meistens wird Grüner Tee gereicht, aber auch "Blumentee" oder "Getreidetee" ist in China üblich). Suppe wird meist am Ende des Essens verspeist und im Gegensatz zum Westen getrunken und nicht gegessen.

 

Alle Speisen werden auf einem drehbaren Tablett gereicht, so dass sich jeder bedienen kann. Meist hat man eine kleine Schale, damit man ohne Kleckern essen kann. Fällt dennoch etwas daneben, ist dies in China weit weniger schlimm als in einem europäischen Restaurant. Besonders in Fischrestaurants, in denen viele Meeresfrüchte gereicht werden, kann ein Tisch nach einem langen Essen auch schon mal wie ein Schlachtfeld aussehen. Nach dem Essen wird oft Obst gereicht, was gleichzeitig das Zeichen zum Aufbruch ist.

 

 

KÖRPERKONTAKT & GEFÜHLE ZEIGEN

Körperkontakt und Gefühle werden in China nur selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Küssen ist für die Partnerschaft reserviert, aber auch dann nicht in der Öffentlichkeit. Sogar Eltern umarmen oder küssen ihre Kinder selten.
Männer vermieden früher Körperkontakt, da er in ihren Augen als Schwäche gedeutet wurde, heute ist es gang und gebe, dass sogar Männer Hand in Hand durch die Straßen laufen, wenn sie gut befreundet sind. Bei jungen Frauen ist es schon lange durchaus üblich, dass sie Hand in Hand auf der Straße gehen. Man sollte darauf achten keine negativen Gefühle in der Öffentlichkeit zu zeigen, dies wird als sehr unhöflich angesehen. Doch auch hier haben sich die Regeln in den letzten Jahren immer weiter geändert und mittlerweile sieht man durchaus Pärchen, die Händchen halten oder auch mal streiten in den chinesischen Großstädten. Auf dem Land jedoch gelten noch immer die alten Gepflogenheiten.

 


MIT DEM FINGER AUF PERSONEN ZEIGEN

Auch nonverbale Kommunikation ist ein wichtiger Faktor im richtigen Auftreten. Es ist ratsam, nie mit nur einem Finger auf eine Person zu zeigen. Besser ist dieses mit der flachen Hand zu tun. Auch ein Herbeiwinken kann einen Ausländer zuerst einmal verwirren: In China zeigt die Handfläche nicht nach oben, sondern nach unten. In Deutschland würde man denken, man sollte weggehen.

 


NEUGIER

In den großen Städten hat sich die Bevölkerung zwar bereits an den Anblick von Ausländern gewöhnt. Doch auch hier werden - wie in den ländlichen Gegenden - Ausländer interessiert und intensiv beäugt. Machen Sie etwas Ungewöhnliches, werden Sie in kürzester Zeit für einen Menschenauflauf sorgen. Dies ist keineswegs bösartig gemeint. Oft wird Ihnen auch ein „Hello!“ oder „Laowai“ (=Ausländer) zugerufen. Versuchen Sie sich daran zu gewöhnen, ignorieren Sie es, oder lächeln Sie einfach. Überreaktionen werden nur dafür sorgen, dass Sie noch mehr angestarrt werden.

 


NASEPUTZEN

Hoffentlich sind Sie nicht erkältet, wenn Sie nach China kommen. Für Chinesen gibt es kaum etwas Schlimmeres, als wenn Ausländer laut ihre Nase putzen. Möchten Sie sich nicht unbeliebt machen, so tupfen Sie bitte Ihre Nase nur ab. Am besten, man dreht sich um und erledigt die Angelegenheit leise.

 


RESPEKT GEGENÜBER ÄLTEREN, DEN ELTERN USW.

Konfuzius Wertvorstellungen prägen China schon seit mehr als 2000 Jahren. Unter anderem ist Respekt eine wohlgeschätzte Tugend dieser Philosophie. Dabei gilt der Respekt vor sich selbst laut Konfuzius als Grundstein aller Moral und allen sozialen Handelns. Der Jüngere sollte immer Respekt vor dem Älteren haben, die Kinder Respekt vor ihren Eltern. In einer Firma sollten den Ranghöheren besonderer Respekt gezollt werden und jeder sollte gemäß seines Ranges und seines gesellschaftlichen Status behandelt werden. Geordnete Familienverhältnisse gelten für Konfuzius als ein wichtiges Fundament der Ordnung im Staat.

 


SCHLANGESTEHEN

Vergessen Sie Ihre Disziplin, wenn Sie z.B. für ein Ticket Schlange stehen und seien Sie auf einen Menschenhaufen ohne sichtbaren Anfang und Ende gefasst. Sie müssen Ihre Ellenbogen einsetzen, wenn Sie in der „Schlange“ vorwärts kommen möchten. Regen Sie sich nicht auf und üben Sie sich in Geduld. Am Schalter wird derjenige als nächstes bedient, der das Geld dem Verkäufer am dichtesten passend unter die Nase hält. Hier profitieren Sie von Ihren langen Armen. Vielleicht haben Sie auch Glück, denn manchmal werden Ausländer bevorzugt behandelt.

 


SPUCKEN

Schon lange wird in China versucht, das Spucken auf der Straße zu unterbinden. Doch es ist immer noch weit verbreitet, vor allem auf dem Lande. Seien Sie auf der Hut, dass Sie nicht getroffen werden.

 


TOILETTEN

Die Hotels und Yangzi-Kreuzfahrtschiffe bieten Toiletten nach westlichem Standard. Bei öffentlichen Toiletten müssen Sie sich jedoch auf den chinesischen Hockabort einstellen. Sie sind meist schäbig und schmutzig und nichts für empfindliche Nasen. Privatsphäre gibt es auch kaum, da die Türen zu den Kabinen oft fehlen, oder nicht abschließbar sind, oder da es nur niedrige Trennwände gibt. Denken Sie auch daran, immer etwas Toilettenpapier dabei zu haben.

 

 

 

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